Pacman
Pac-Man ist ein Videospiel, entwickelt für Arcade Automaten von der Firma Namco. 1980 wurde es in Japan als Puck Man veröffentlicht, und angeblich gingen bald die Yen Münzen aus, weil das Spiel so beliebt war. Der Name des Spiels wurde für den westlichen Markt geändert, da man befürchtete, Jugendliche würden an den Automaten ein F über das P kritzeln. 1981 wurde es dann in den USA vom Publisher Midway veröffentlicht, und wurde dort ebenfalls sehr erfolgreich. 1983 erschien Pac-Man unter anderem für die damaligen Heimcomputer Commodore C64 und Sinclair ZX Spectrum.
Gesteuert wird Pac-Man nur mit einem Joystick. Auch ein 2-Spieler-Modus ist vorhanden, bei dem man aber abwechselnd spielt. Die gelbe Scheibe, die Pac-Man darstellt, ist heute fast jedem bekannt, und das zum Maze Genre gehörende Videospiel gilt als das bekannteste Arcade Spiel aller Zeiten.
Das Spielprinzip ist eigentlich ganz einfach. Der Spieler steuert Pac-Man in einem Labyrinth, auf dass er von oben blickt, und muss dort alle vorhandenen Punkte fressen. 4 Geister, genannt Shadow, Speedy, Bashful und Pokey, oder auch Blinky, Pinky, Inky und Clyde, bewegen sich ebenfalls im Labyrinth. Jeder der 4 hat ein festes Bewegungsmuster, dass man als Spieler kennen sollte. So versucht Pinky beispielsweise immer an den Punkt zu gelangen, auf den man sich zubewegt, und Blinky nimmt immer den direkten Weg zum Spieler. Berührt Pac-Man einen dieser Geister, verliert er eines seiner drei Leben, außer er hat vorher eine der 4 Spezialpillen verputzt, dann verbannt er den nun vor ihm fliehenden Geist für kurze Zeit aus dem Spiel. Es gibt noch einen Tunnel von der linken, zur rechten Seite des Labyrinths, bei dessen Benutzung die Geister etwas verwirrt werden. In regelmäßigen Abständen erscheinen an Pac-Man´s Startposition in der Mitte Bonuspunkte in Form von Obst. Hat man es letztendlich geschafft alles zu vertilgen, ist die Runde beendet. Im nächsten Level ist wieder alles gleich, nur die Geister bewegen sich schneller. Das geht dann theoretisch ewig so weiter.
Theoretisch deswegen, weil bei Level 256 der Speicher überläuft und es deswegen unlösbar ist. Hat man bis dahin perfekt gespielt, also alle möglichen Punkte geholt, erreicht man einen Punktestand von 3.333.360. Dass haben bis heute nachweislich 3 Menschen geschafft, die sich nur noch in der Spielzeit unterboten haben. 1982 behauptete ein 8 Jähriger in einer amerikanischen Fernsehsendung, über 6 Millionen Punkte erreicht zu haben, und bekam dafür sogar ein Glückwunschschreiben vom damaligen Präsidenten Ronald Reagan.
Die bekanntesten offiziellen Nachfolger des Spiels sind Ms. Pac-Man (1981) und Jr. Pac-Man (1983), die ein nur leicht geändertes Spielprinzip aufweisen. Dazu gibt es sechs weitere, die teilweise in anderen Genres, wie Jump & Run angesiedelt sind. Unzählige weitere Spiele anderer Entwickler kopierten die Spielmechanik, darunter gibt es Klone, aber auch völlige Abwandlungen.
Auch heute machen ein paar Runden Pac-Man immer wieder mal Spaß, egal ob das Original auf dem C64, oder die gelungene Championship Edition, die als Download für Playstation 3, Wii und Xbox360 erhältlich ist.